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Die Kampagne vor Ort

Vor dem Kanzleramt: DIE LINKE zeigt Flagge
23. August 2006 - Berlin
Vor dem Kanzleramt: DIE LINKE zeigt Flagge
"Wenn wir den Mindestlohn fordern, setzen wir uns für europäische Normalität ein" – so die Botschaft einer Aktion der Linken am 23. August vor dem Bundeskanzleramt.
Drinnen tagte das Kabinett, um über die Ausweitung des Entsendegesetzes für die Gebäudereinigerbranche zu beraten. Draußen wurde ein Transparent und sechs Fahnen ausgerollt. Diese signalisierten: In Irland (7.65 Euro), Großbritannien (7.36), Niederlande (7.96), Belgien (7.48), Luxemburg (8.69) und Frankreich (8.03) funktioniert der Mindestlohn.
"Selbst die Arbeitgebervertreter dieser Länder bestätigen uns, dass der Mindestlohn keinen Schaden angerichtet hat. Ich rufe Frau Merkel und Herrn Müntefering zu: Seien Sie nicht so ängstlich, nicht so zaghaft. Haben Sie Mut. Nehmen Sie sich ein Beispiel an unseren Nachbarn und legen einen Gesetzentwurf für einen flächendeckenden Mindestlohn vor. Es ist Zeit zum Handeln – im Interesse der Menschen und im Interesse der Kaufkraft", so die Fraktionsvize Inge Höger vor dem Kanzleramt.
An ihrer Seite Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf „Die Diskussion um die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns hat mittlerweile breite Teile der Gesellschaft erreicht – und das ist gut so. Nicht nur die Linke fordert einen Existenz sichernden Mindestlohn, auch die Gewerkschaften treten dafür ein. Selbst etliche Unternehmen und Branchen wollen einen gesetzlichen Mindestlohn. Denn auch sie haben erkannt, dass Lohndumping in der Konsequenz dazu führt, dass es zunehmend schwieriger wird, zu Niedriglöhnen qualifiziertes Personal zu finden", unterstrich der Senator.
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